Makler beim Hausverkauf – Aufgaben, Kosten und Entscheidungshilfe beim verkauf der Immobilie

Der Hausverkauf ist für viele Eigentümer eine der grössten finanziellen Entscheidungen im Leben. Dabei stellt sich oft die Frage, ob ein Makler beauftragt werden soll oder ob sich eine Immobilie auch ohne Makler verkaufen lässt. Ein Immobilienmakler kann beim Immobilienverkauf unterstützen, bringt aber auch Kosten mit sich. Um die richtige Entscheidung zu treffen, lohnt sich ein nüchterner Blick auf Aufgaben, Provisionen und den gesamten Verkaufsprozess.

Immobilienmakler

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Aufgaben eines Immobilienmaklers im Überblick

Die Aufgaben eines Maklers gehen über das reine Inserieren hinaus. Ein erfahrener Makler kennt den Immobilienmarkt im jeweiligen Kanton und weiss, wie sich Angebot und Nachfrage auf den Preis auswirken. Typische Aufgaben sind:

  • Einschätzung des Werts der Immobilie

  • Beratung zum realistischen Verkaufspreis

  • Organisation von Besichtigungen

  • Kommunikation mit Interessenten

  • Vorbereitung des Kaufvertrags

  • Begleitung bis zur Beurkundung beim Notar

Gerade bei komplexen Liegenschaften oder wenn Verkäufer wenig Zeit haben, kann diese Unterstützung hilfreich sein.

Der Ablauf hier erklärt.

Maklerprovision und Kosten beim Immobilienverkauf

Ein zentraler Punkt beim Hausverkauf mit Makler ist die Maklerprovision. In der Schweiz liegt diese häufig bei 2 bis 3 Prozent des Verkaufspreises, teilweise zuzüglich Mehrwertsteuer. Die genaue Höhe der Provision ist vertraglich geregelt und kann je nach Region, Objekt und Leistungsumfang variieren.

Für Verkäufer bedeutet das: Die Provision reduziert den Nettoerlös aus dem Verkauf der Immobilie. Deshalb ist es wichtig, genau zu prüfen, ob die Leistungen des Maklers in einem sinnvollen Verhältnis zu den Kosten stehen. Ein höherer Verkaufspreis kann die Provision zwar ausgleichen, ist aber nicht in jedem Fall garantiert.

Hausverkauf mit Makler oder ohne Makler?

Viele Eigentümer stehen vor der Entscheidung: Hausverkauf mit Makler oder Verkauf ohne Makler? Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.

Ein Makler bringt Erfahrung, Marktkenntnis und ein Netzwerk mit. Er übernimmt einen grossen Teil der Organisation und begleitet den Verkaufsprozess. Gleichzeitig geben Verkäufer einen Teil der Kontrolle ab und zahlen eine Provision.

Beim Verkauf ohne Makler behalten Eigentümer die volle Kontrolle über den Verkaufsprozess. Sie bestimmen den Preis, führen Besichtigungen selbst durch und verhandeln direkt mit Käufern. Dafür ist mehr Zeitaufwand nötig, und Fachwissen rund um Kaufvertrag, Grundstückgewinnsteuer und Beurkundung beim Notar wird wichtiger.

Welche Variante besser passt, hängt von der persönlichen Situation, dem Objekt und den eigenen Kenntnissen ab.

Wann kann ein Makler sinnvoll sein?

Ein Makler kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn:

  • die Liegenschaft komplex ist

  • mehrere Käufergruppen angesprochen werden sollen

  • Verkäufer wenig Zeit haben

  • Unsicherheit beim Immobilienverkauf besteht

  • ein erfahrener Ansprechpartner gewünscht wird

In solchen Fällen kann ein professioneller Makler helfen, Fehler zu vermeiden und den Verkaufsprozess strukturiert abzuwickeln.

Wann lohnt sich der Verkauf ohne Makler?

Viele Eigentümer entscheiden sich bewusst dafür, ihre Immobilie ohne Makler zu verkaufen. Das kann sinnvoll sein, wenn:

  • ausreichend Zeit vorhanden ist

  • der Marktwert bekannt ist

  • das Objekt gut vergleichbar ist

  • Verkäufer direkt mit Käufern verhandeln möchten

  • die Maklergebühr eingespart werden soll

Gerade bei Einfamilienhäusern oder Wohnungen in gefragten Lagen ist ein Verkauf ohne Makler durchaus realistisch, sofern man sich gut vorbereitet.

Worauf sollten Verkäufer bei der Wahl eines Maklers achten?

Wer einen Makler beauftragen möchte, sollte nicht den erstbesten wählen. Ein seriöser Makler zeichnet sich durch Transparenz, Erfahrung und realistische Einschätzungen aus. Wichtig ist, dass die Höhe der Maklerprovision klar geregelt ist und keine unrealistischen Versprechen gemacht werden.

Verkäufer sollten prüfen:

  • Welche Leistungen sind im Vertrag enthalten?

  • Wie hoch ist die Provision?

  • Welche Erfahrung hat der Makler mit ähnlichen Objekten?

  • Wie wird die Vermarktung umgesetzt?

Ein guter Makler erklärt den Verkaufsprozess verständlich und geht auf die Situation der Verkäufer ein.

Immobilienverkauf als Entscheidung – nicht als Pflicht

Ein Immobilienmakler kann beim Verkauf einer Immobilie unterstützen, ist aber kein Muss. Viele Eigentümer verkaufen ihr Haus oder ihre Wohnung erfolgreich ohne Makler. Entscheidend ist, die eigene Situation realistisch einzuschätzen und sich gut zu informieren.

Wer den Hausverkauf strukturiert angeht, den Marktwert kennt und sich mit Abläufen wie Kaufvertrag, Notar und Steuern auseinandersetzt, kann auch ohne Makler einen guten Preis erzielen. Andere profitieren von der Erfahrung eines Maklers und der Entlastung im Verkaufsprozess.

Häufige Fragen zum Makler beim Immobilienverkauf

Ist ein Makler beim Hausverkauf Pflicht?

Nein. In der Schweiz ist ein Makler freiwillig. Verkäufer entscheiden selbst, ob sie einen Makler beauftragen.

Wer zahlt die Maklerprovision?

In der Regel zahlt der Verkäufer die Provision. Die genaue Regelung ist vertraglich festgelegt.

Kann ein Makler einen höheren Verkaufspreis garantieren?

Nein. Ein Makler kann die Vermarktung optimieren, aber keinen bestimmten Verkaufspreis garantieren.

Ist der Verkauf ohne Makler rechtlich möglich?

Ja. Wichtig ist, dass der Kaufvertrag korrekt vorbereitet und beim Notar beurkundet wird.

Kontakt

HVS – Haus verkaufen Schweiz

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